Die Integration derpolyvagalen Theorie in die bioenergetische Therapie
DOI:
https://doi.org/10.30820/0743-4804-2025-35-143Schlagworte:
energetic regulation, social safety, crisis response, therapeutic interventionsAbstract
Kann man die polyvagale Theorie und die bioenergetische Analyse miteinander integrieren? Sind beide auf die energetischen Bezüge des Traumaprozesses und der Herausbildung des Charakters ausgerichtet? In der bioenergetischen Analyse ist der dorsale Vagalnerv (DV) das Hauptorgan für die Regulation der Lebensenergie und der energetischen Ladung und Abfuhr. Reich betrachtete den Solarplexus als Kern der vagalen Energieregulation und sah im Orgasmusreflex den Hauptregulator des vagalen Flusses. Die energetische Ausrichtung der bioenergetischen Analyse, in Verbindungn mit dem grounding, stellt einen energetischen Blickpunkt auf den Charakter bereit sowie neue Techniken, um den vagalen Fluss und das Pulsieren wiederherzustellen. Porges hat einen ventralen vagalen Zweig (VV) als soziale Quelle von Sicherheit ausgemacht. Die vago-zerebralen Verbindungslinien laufen meist bottom-up (80%). Die Interozeption, das innere Körpergepür, bezieht das ganze Vagalsystem mit ein. Der DV aktiviert seine Bremsfunktion nur bei stress; unter normalen Bedingungen regelt er den Energiefluss und die Proliferation der energetischen Ressourcen. Für angenehme Körpergefühle ist das Pulsieren des DV notwendig. VV, SNS und positive Gefühle vereinen sich in einem verbundenen gemeinsamen Prozess, sowohl im Zustand der Ruhe als auch beim Handeln und bei Herausforderungen. In einer traumatischen Krise ist die Charakterformation aktiv, während das dorsale Vagalsystem devitalisiert und das Bewusstseine hyperaktiv ist. Schließlich werden Bezüge zur therapeutischen Praxis hergestellt.
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Hafstad, A. (2025). Die Integration derpolyvagalen Theorie in die bioenergetische Therapie. Bioenergetic Analysis, 35(1), 143–161. https://doi.org/10.30820/0743-4804-2025-35-143
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